Adrian Kowar

Albumcover “The 2nd Law” der Band MUSE

“In an isolated system entropy can only increase.”

Ich bin ein glücklicher Hausbewohner der Mauerseglerei und gleichzeitig der Admin und primäre Content-Creator auf dieser Website. Daher möchte ich allen, die es interessiert, hier ein paar Worte zu mir und meinem Treiben hinterlassen.

Projekt Mauerseglerei

Direkt nach der Baufertigstelllung, also im Oktober 2016, durfte ich Top 25b beziehen. Davor war ich allerdings bereits einige Jahre Vereinsmitglied und habe mich vorallem mit den Finanzen, als Kassier-Stv. in der Bauphase, und später mit der IT auseinandergesetzt.

Wie kam ich zum Projekt?

Ich hatte zu jener Zeit keine Zukunftspläne betreffend Wohnen, da ich mich gerade erst versuchte beruflich zu etablieren. Ich hatte eine wundervolle WG mit zwei Freunden, die damals bereits Vereinsmitglieder waren. Aus diesem Grund waren des Öfteren Gäste des, damals noch “Gennesaret” genannten, Projekts bei uns zu Gast. Ich fand das grundsätzlich sehr nett, aber das Projekt erachtete ich immer als das Projekt meiner Freunde, nicht meines. Und damals hatte ich auch nicht das nötige Geld mir die Eigenmittel zu leisten. Dementsprechend ignorierte ich das Projekt für meine Lebensplanung; Bis mich eines Tages eine andere Freundin aus dem Verein direkt darauf ansprach und fragte, weshalb ich eigentlich nicht dabei war. Damit setzte bei mir ein Denkprozess ein.

“In an isolated system entropy can only increase.”

Dies ist der zweite Hauptsatz der Termodynamik. In Essenz besagt er, dass ein abgeschlossenes System immer von Ordnung zum Chaos strebt und sich die frei nutzbare Energie in diesem System stets nur verringern kann. Daraus ergibt sich für mein Leben eine ganz klare Konsequenz: Ressourcen sind begrenzt. Man kann nicht auf ewiges Wachstum setzen. Stattdessen muss man mit dem haushalten, was da ist. Machen wir das beste draus! Leben wir nachhaltig!

Diese Erkenntnis, die mir durch die beiden verknüpften Youtube-Videos “What is Random” von Kanal Vsauce und “What is NOT random” von Veritasium und das Album “The 2nd Law” der Band MUSE so besonders bewusst gemacht wurde, ist ein wesentlicher Beweggrund für mich gewesen mich der Mauerseglerei, damals Gennesaret, anzuschließen.

Es hat nur wenige Monate gedauert und ich war Vereinsmitglied.

Tätigkeiten

Was mache ich heutzutage im Verein (Stand 2020)

Ich bin derzeit Hauptverantwortlicher für die IT im Haus und dies beschlagnahmt die meiste Zeit, die ich für die Hausgemeinschaft aufwenden kann. Was vielleicht wissenswert ist, ist, dass ich keine IT Ausbildung habe. Mein Wissen habe ich mir selbständig während der Bauphase und danach erarbeitet. Meine Ausbildung ist ein Studium der expreimentellen Physik gewesen und erst in jüngster Zeit habe ich hauptberuflich intensiv mit IT zu tun.

Website

Zwei Dinge liegen mir am Herzen, die dazu geführt haben, dass ich diese Website erstellt habe:

  • Die Repräsentation dieses Projekts vor der Außenwelt.
  • Eine Dokumentationsplattform für den Verein zu schaffen, wo alle Informationen lederzeit zugänglich sind und man diese auch durch eine Suche mit Filtern wiederfindet.

Für die inhaltliche Ausgestalteung der Website ist offioziell der AK la Vista (ein soziokratischer Arbeitskreis in unserem Verein) zuständig. Dieser Kreis ist allerdings derartig beschäftigt, dass es diesem nicht möglich ist COntent für die Website zu generieren. Solange dieser Zustand anhält fülle ich diese Rolle. Hierbei bemühe ich mich möglichst faktengetreu das Projekt darzustellen und mit bestem Wissen zu entscheiden, welche Informationen für die Öffentlichkeit geeignet sind und welche nicht. Ich bitte um Nachsicht, sollte mir mal ein Fehler unterlaufen und um eine schnellstmögliche Information, solltet ihr etwas finden.

Gendern

Ich gendere sehr sorgfältig, lege wert darauf, dass es nicht nur zwei Gender gibt, sondern ein ganzes Spektrum und ich wehre mich dagegen zu gendern, wo es mMn nicht angebracht ist.

Wie ich auf dieser Website gendere:

Ich habe mich für den Unterstrich entschieden. Klammern sind unterordnend. Schrägstriche und Binnen-i schaffen die Illusion, dass es nur zwei Geschlechter gibt. Ich ersetze doch nicht eine traditionelle diskriminierung durch eine zeitgenössische. Das Sternchen hat seinen Reiz, aber ich kann es nicht vermeiden für die IT zu denken. Das Sternchen ist ein Wildcard-Symbol. Es steht für jegliche beliebige Zeichenfolge. Ergo kann ich es nicht in Dateinamen verwenden, nicht in Bezeichnern innerhalb von Datenbanken, und in der Suche macht es auch immer weider Zores.

Mit dem Unterstrich drücke ich aus, dass etwas in der Sprache fehlt. Zwischen Mann und Frau gibt es einen Freiraum, den ich gerne mit der ganzen Diversität an Gendern befüllen würde, wo es aber leider kein sprachliches Equivalent gibt.

Was ich gendere:

Alles was ein soziales Geschlecht hat, wird gegendert. Das bedeutet es muss sich um einen Begriff handeln, der ein Lebebewesen oder eine Gruppe solcher referenziert, die in der Gesellschaft ein Rollenbild oder Gruppenidentität haben können. Ich gendere, weil ich Personen unabhängig ihrer Zugehörigkeit ansprechen möchte und verhindern will, dass sich eine Person exkludiert fühlt.

Was ich manchmal gendere:

Es gibt Begriffe, die abhängig vom Kontext gegendert werden.

Ein auf dieser Website häufig vorkommendes Beispiel ist “User“.
Wenn man mit User eine_n Anwender_in eines Softwareprodukts oder IT-Equipments bezeichnet, dann werde ich dies gendern. Da das bei einem eingedeutschten, aber dennoch englischen Wort dümmlich klingt, weiche ich dann meist auf Benutzer_in aus.
Wenn mit User eine abstrakte digitale Identität gemeint ist, die einer natürlichen Person zugewiesen sein kann, (aber nicht muss, man denke zum Beispiel an den User unter dem ein Dienst läuft), dann wird nicht gegendert.

Dieses Konzept wende ich für sämtliche Begriffe an, die

  • ursprünglich (historisch) personenbezogen waren und es heute nicht mehr durchgängig sind (man denke an den Schreiber. Das war mal ein Beruf. Wenn ich eine Berson dieses Berufs meine, werde ich gendern. Aber eben nicht immer. Als dummes Beispiel nenne ich mal den Fahrtenschreiber. Unabhängig von der wortherkunft ist dies ein Gerät.)
  • gelegentlich personenbezogen sind, aber in ihrer Ursprünglichkeit nicht zwingend eine Person betreffen. (Beispiele hierfür sind Klient, Mandant, etc. Wenn der Mandant eine natürliche Person ist, wie z.B. jene bei einem Anwalt, dann wird gegendert. Mandanten sind in der IT Datenbestände, die z.B. auf einem Server verwatet werden aber strikt von einander getrennt sind (wie die Akten der Mandanten bei einem Anwalt). Dann wird Mandant nicht gegendert.)

Was ich nicht gendere:

  • Begriffe die etwas referenzieren, was kein soziales Rollenverständnis haben kann. Käfer_innen gibt es bei mir nicht.
  • Artikel und dergleichen, die einen gender-freien Begriff referenzieren. Ich schrecke nicht davor zurück “der Mensch, der …” und “die Person, die …” zu schreiben.
  • Begriffe, die irgendwie so klingen als haftete ihnen ein Geschecht an und anschließend wird ihnen eine halbherzige ethymologische Argumentation beigelegt. Klassische Beispiele sind “man”, “jemand”, “niemand”.

Ich verwehre mich sprachlichen Konstrukten, die nur dem Aufrütteln dienen. Ich ersetze bewusst nicht “man” durch “frau” oder “jemand” durch “jemensch”. Derartigen Autoren unterstelle ich, dies nur aus Gründen der Selbstinszinierung und Zugehörigkeit zu den selbsternannt Progressiven zu tun.

Wenn man das wort “man” zurückverfolgt wird man feststellen, dass es im 8. Jahrhundert im Althochdeutschen tatsächlich einen synonymen Gebrauch von man als Mann und Mensch gab. Hernach gab es eine zweigeteilte Entwicklung, nach der die explizit männlichen Begriffe ein zusärtliches n bekamen, wie z.B. in Mannschaft, während die Menschen refernzierenden Begriffe wenn überhaupt ein d hinangestellt bekamen. Manch eine Person mag nun den Zeigefinger erheben und mahnen, dass es zwar solch eine Entwicklung des Ent-männlichen des “man” gegeben haben mag, aber dass dies nur ein weiterer Hinweis auf eine immer schon bestehende Diskriminierung in der partiachal geprägten Sprache sei. Wenn man jetzt allerdings noch weiter zurückblickt, nämlich ins altlateinische lässt sich der Begriff homon/humon finden (viele kennen den späteren Lateinischen Begriff homo für Mensch). Dies besteht aus dem bestimmten Artikel ho/hu und dem Begriff mis/men sodass die Bedeutung in etwa mit “der, der denkt” (die indogermanische Wurzel “men(e)” bedeutet denken, nahe dem sanksrtit “man”) angegeben werden kann.

Ich möchte jedoch noch etwas weiter Stöbern:
Gerade wenn man das Argument heranzieht, nicht “man” zu sagen, weil die Wortherkunft mit jener von Mann zusammenfällt, entwaffnet sich damit der Vorstoß “jemensch” zu verwenden. Mensch stammt von mennisco ab und das wieder vom althochdeutschen man.

Interessant finde ich auch altnordische Bezeichnung “man”, die interessanterweise Frau bedeutete. Das Wort für Mann ist hier vir, wie im Lateinischen, woher sich auch z.B. Werwolf ableitet. Das weibliche “man” lebt in Worten wie z.B. mansongr weiter, Gesänge in Island, die auf die Skalden zurückführen. Dieses weibliche “man” hängt mythologisch mit dem Mond zusammen. Wenn wir schon beim Mond sind: Wie konnte aus dem lateinischen Wort für Montag “dies lunae” der Monday werden? Man findet im alt Nordischen manadagr und im Althocheutschen manetag. Hier wurde also einfach übersetzt und der Wortstamm ist hier “man” für Mond wie für Frau. Auch hier führt die Spur vom Nordischen zurück in die Vergangenheit bis zum indogermanischen.

Was mir dies zeigt, ist, dass die Buchstabenfolge man/men nicht kategorisch einer männlichen oder weiblichen Bedeuting zuzuornen ist. Ich halte daher es für keine gute Idee, Argumentationslinien zu fördern, die zu spezifisch Einzelteile der Geschichte herauspicken um ihren Standpunkt zu machen.

Sonstiges

Öffentliche Ressourcen

Mich findet man im Internet an einigen wenigen Stellen

Zuletzt bearbeitet am 6. Mai 2021 von Adrian_Kowar

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